Norbert Gmeiner (*1958) war im Stadtrat unser Mann fürs Praktische, nämlich fürs Planen und Bauen. Seine Präsenz war vor allem in zwei Gremien von besonderer Bedeutung.
Das eine Gremium hat offiziellen Charakter: "Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt". Hier hat sich Norbert eingebracht mit seinem beruflichen Fachwissen als Architekt und seiner über viele Jahre gewonnenen Erfahrung aus beruflicher und kommunalpolitischer Praxis. Was er fachlich einzubringen hatte, wurde geschätzt.
Das andere Gremium war inoffizieller Natur. Es widmete sich der "Sitzungsnachbereitung", von daher könnte man vom inoffiziellen "Nachbereitungsausschuss" sprechen – er tagte im Alten Gefängnis oder in der Hansibar oder auch an beiden Orten.
Als "Mann der Praxis" war Norbert wichtig, dass man keinen Firlefanz plant, dass man sich nicht sklavisch an "Gestaltungsbibeln" hält, dass man miteinander redet, Dinge möglich machen will und nicht auf Paragraphen und Bebauungsplandetailvorgaben herumreitet.
Und ganz in der Praxis ist er aufgegangen als verlässlicher Grillmeister, der im Wortsinne im Schweiße seines Angesichts beim alljährlichen Sommerfest von Stadtrat und Verwaltung für das leibliche Wohl seiner Kolleginnen und Kollegen sorgte.
Der Furtner war ihm immer eine Herzensangelegenheit, und so engagiert er sich jetzt im Rahmen der Furtner-Rettungs-Genossenschaft, so wie er sich unermüdlich einbringt beim Freisinger Alpenverein.
Den Norbert zeichnen aus eine ansteckend gute Laune, sein unideologisches Herangehen an Themen und seine ausgeprägte Kompromissfähigkeit.
Er ist ein Sozialdemokrat mit klassisch-konservativen Elementen und durchaus linken Gerechtigkeitsidealen, ein Mensch mit Prinzipien und gleichzeitig ohne Berührungsängste.
18 Jahre lang, von 2008 bis 2026, hat Norbert Gmeiner seiner Heimatstadt als Stadtrat gedient, hat zahllose Marathonsitzungen im Planungsausschuss besucht.
(Text und Galeriebild: Peter Warlimont)